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zittrige knie und schweißnasse hände

… ich sitze im Großraumbüro an meinem Schreibtisch. Es wird ruhiger da es Richtung Abend geht und ich weiß, heute ist der letzte Tag an dem es geht. Der letzte Tag, dass mein grober Plan noch funktioniert. Ich schaue auf den Bildschirm, vor mir die Maus in der Hand und ein Film läuft vor meinem inneren Auge ab. All die schönen Momente die ich hier erlebt, die Freundschaften die ich hier geschlossen, die Veränderungen, sowie Ziele die ich hier erreicht und die Kämpfe die ich dafür ausgetragen habe. Ein sechsstelliges Gehalt von dem viele Träumen, Dienstwagen, Technik-Schnick-Schnack, eigentlich alles da. Aber nein, zu vieles wäre zu akzeptieren und hinzunehmen. Ich wische mir eine Träne ab, stehe auf und mit zittrigen Knien und schweißnassen Händen gehe ich meine Kündigung nach fast 10 Jahren persönlich überreichen. Auf in eine mehr als ungewisse Zukunft.

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Die Entscheidung einen vermeidlich “sicheren” und sehr gut bezahlten Job zu kündigen beruht auf einem Prozess. Dieser hat zum Schluss mehrere rasante Monate, unterbewusst vielleicht sogar Jahre gedauert. Alles beruht auf dem eigenen Empfinden, mehr zu können, mehr erreichen zu wollen, mehr verdienen zu wollen, mehr bewegen zu können, nicht für die Ziele anderen arbeiten zu wollen und keine Marionette mehr sein zu wollen. Kennst du dieses Gefühl? Zurückblickend immer schon so, dass ich egal ob Freundin oder Job entweder akzeptiert oder geändert habe.

ICh habe es geliebt dinge mit meinen eigenen händen zu bauen

Lässt du das Zeitungen austragen als Teenager mal weg, so beginnt meine berufliche Karriere auf dem Bau! Während der Ferien in einer Zimmerei, Ausbildung dann als Bauschlosser. Das heißt neben der Annehmlichkeit wenn man so will, dass du oft an der frischen Luft bist, hast du öfters ein fantastisches Gefühl. Denn du hast etwas selbst zusammengebaut, etwas neues erschaffen! Vor allem heißt es aber auch körperliche Arbeit und Belastung. Ich kann mich noch speziell an zwei extreme Situationen erinnern. Es war Winter und bei einem Neubau mussten neue Geländer montiert werden. Über Nacht hat es um die 30cm Neuschnee gegeben, so dass die Anfahrt zur Baustelle schon abenteuerlich war. Leider war es dann aber mit – 17°C so kalt, dass der dafür benötigte Kleber komplett eingefroren war. Resultat war eine Schneeballschlacht unter Kollegen. So schön es auch war, aber bei den Temperatuten draußen zu arbeiten ist wirklich harte Arbeit. Das will ich so nicht! Genau entgegengesetzt die andere Situation. Als Fremdmonteur war ich oft in Papierfabriken um dort Schlosserarbeiten auszuführen. Einmal musste bei laufender Maschine in den abgeschotteten Trocknungsbereich des Papiers. Konkret heißt das körperlich arbeiten in einer Sauna. Bei so um die 60-70°C lief der Schweiß einfach nur in Strömen. Soweit ich mich zurückerinnern kann, war das auch der Tag, an welchem ich mit Abstand am meisten Getrunken habe. Ganz ehrlich, das will ich so nicht!

Und obwohl mir die Arbeit auch Spaß gemacht hat, so hatte ich eines immer im Hinterkopf. Trotz Sechstageswoche und vielen Überstunden, reich werde ich zwar an Erfahrung, vermögend werde ich so aber nicht. Konkreter: Als ausgelernter Geselle mit knapp 1.000€ Netto, puh schwierig. Und so mal wieder eine klare Schlussfolgerung; ich will das nicht bis an mein Lebensende machen! Ich will mehr…

Das Studium, nur ein zwischenschritt

Natürlich hat mir mein Studium “Allgemeiner Maschinenbau” einiges an neuen Möglichkeiten geschaffen. So hatte ich als Entwicklungsingenieur auf einmal einen Bürojob in der Industrie. Alleine das war schon ein himmelweiter Unterschied. Kannst du dir das vorstellen? Also theoretisch feste Arbeitszeiten, Kantine, hier und da mal ein Schwätzchen. Ganz ehrlich das kannte ich so davor nicht. Mal ganz abgesehen, dass das Einkommen um ein x-faches höher war. Glücklich machte mich das allerdings nur bedingt, denn am CAD an Radien herum zu konstruieren war einfach nicht meine Welt. Mein damaliger Vorgesetzter hat das wohl gemerkt und auf Grund meines Fleißes und Ehrgeizes auch noch etwas anderes in mir gesehen. So förderte er mich als Mentor. Durch viele gemeinsame motivierende Abendessen und intensive Zusammenarbeit hat er mich immer wieder zu Höchstleistungen angestupst. Ich war in einem euphorischen Strudel aus Wissen aufsaugen, Weiterbildungen machen, auf berufliche und private Reisen gehen und einfach Vollgas geben. Mit Beginn seines Ruhestandes war dann alles anders. Ich übernahm mehr Verantwortung und durfte eine eigene Abteilung Produktmanagement gründen. WOW! Das war schon ein fettes Brett und hat auch tatsächlich richtig richtig Spaß gemacht. Eine gewisse Zeit zumindest. Umso größer ich gedacht, umso mehr ich ändern und letztlich für das gesamte Team erreichen wollte, umso deutlicher wurden auch die Schwachstellen des Angestelltendaseins sichtbar.

  • Auch in einer Führungsposition arbeitest du immer noch für die Ziele anderer und nicht für deine eigenen!
  • Die Bezahlung ist nicht leistungsgerecht!
  • “culture eats strategy for breakfast” Unternehmenspolitik kann ein unwahrscheinlicher Wachstumshemmer sein!
  • Dein eigenes Potential ausleben und eigene Pläne umsetzen ist fast nicht möglich. Von Selbstverwirklichung noch nicht einmal gesprochen.
  • Sinnvoll und wertschöpfend ist oft nur ein geringer Teil deiner Arbeit. Das heißt deine in die Arbeit gesteckte LEBENSZeit war umsonst!
  • Du tauschst deine Zeit gegen Geld

Akzeptiere oder Ändere!

Ingo Pautsch
Akzeptiere oder Ändere!

Und wieder war ich in einem gedanklichen Prozess gefangen, der nicht mehr aufhören wollte. So habe ich mich viel mit Persönlichkeitsentwicklung und einfach mit mir selbst beschäftigt. Die Entscheidung war schon längst gefallen; ich will das so nicht mehr. Aber was will ich denn eigentlich? Eine sehr zermürbende Frage wenn du sie dir selbst stellst. Hast du das denn schon einmal gemacht? Du wirst sehen, umso detaillierter es wird, umso komplizierter wird es. Mit Mitte 30 wusste ich aber auch, dass ich verschiedene Dinge einfach nicht mehr will. Ich wollte nicht mehr angestellt sein und für die Ziele anderer kämpfen, wollte nicht mehr meine Zeit gegen Geld tauschen und auch nicht mehr knapp 500km von meiner Verlobten entfernt wohnen. Sondern mein Potential voll nutzen, mich selbst verwirklichen und selbst bestimmt mein eigenes Ding machen. Die Zukunft gehört den Mutigen hab ich mal gelesen. Ja und wie es dann so ist im Leben, immer wenn du offen und empfänglich für Neues bist, passiert irgendwann etwas. Ein entfernter Bekannter, selbst erfolgreicher Unternehmer, Millionär & Hubschrauberpilot entpuppte sich in dieser Zeit als perfekter Ansprechpartner für mich. Nach vielen hilfreichen, motivierenden und inspirierenden Gesprächen war klar: Er ist mein neuer Mentor! Es wird mir eine Freude sein, ihn dir zu gegebener Zeit selbst einmal vorzustellen.

Eine helfende hand für dich

Eine helfende Hand

Hattest du schonmal einen Mentor? Aus Erfahrung und Überzeugung heraus weiß ich mittlerweile, dass ein Mentor eine unsichtbare helfende Hand ist, welche dich einfach weiter bringt. Egal ob du derzeit studierst oder ob du einen Job hast. Besitzt du die Offenheit dir etwas neues anzuschauen, die Power deinen Traum von der Selbstständigkeit tatsächlich umzusetzen, eine seltene Chance zu nutzen, dir selbst etwas aufzubauen, dein eigens Ding zu machen und Dinge zu erreichen, von denen viel viele Menschen wirklich nur träumen anstatt sie selbst zu erleben? Wenn dass der Fall ist, dann erfährst du auf der nächsten Seite mehr!

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